Die Frau Doktor

Nachdem der kleine Mann nun seit 2 Wochen hustet und es nicht wirklich besser wird, beschloss das Kollektiv der Eltern, der Kinderärztin einen Besuch abzustatten. Klarerweise fiel die Aufgabe in den Pflichtbereich des Vollkarenzlers, da ja prinzipiell dafür zuständig. Dessen (=Meine) Freude war dementsprechende mäßig, da sogar eigene Arztbesuche nicht ganz oben auf der Wunschliste stehen.
Nach der Ankunft in der Ordination und der Anmeldung betritt man das Wartezimmer und stellt sich sofort 2 Fragen:
Ach du Sch…., werden wir danach kränker sein als jetzt?
Ach du Sch…., wie lange müssen wir da wohl warten?
Aber: Sami spielte ganz brav, rotzte vor sich hin und auch alle andere Kinder rotzten. Alle spielten im Rotz – in eigenem und in fremdem.
Dann nach Stunden (pure Übertreibung des Vaters!), der Aufruf in das Behandlungszimmer Nummer 1. Ok, dort das ganze Programm: Hals, Nase, Ohren, Abhören und so weiter. Dann ein kritischer Blick der lieben Frau Doktor und die teuflische Ansage: „Wir nehmen zur Sicherheit auch ein wenig Blut!“. Das wollten wir mit Sicherheit nicht hören! Ich gebe mein Blut schon ungern her und dann das von Sami??? Ich stellte fest, dass in diesem Fall wohl mit 2 Ohnmächtigen zu rechnen sein wird. Der Witz kam nicht an…
Sami schrie und wehrte sich nach Kräften aber nach ein paar Minuten war die nötige Menge abgezapft und die Sache erledigt. Sami war allerdings schwer beleidigt und sogar Feuerwehr-Videos am iPhone konnte nicht mehr viel helfen.
Ergebnis: Antibiotikum für eine Woche

Tipp: Wartezimmer möglichst vermeiden!

5 Gedanken zu “Die Frau Doktor

  1. uiuiui das klingt ja ziemlich strange…gute besserung u ein paket nerven für den vollkarenzler ;)

  2. Hallo! Ich finde das neue Bloglayout geht nun weg vom bisherigen “schwarz sehen” wenn man so auf das Thema “Karenz” blickt…
    Gut so – und passt auch zum Frühling…!
    ;-)
    Wünsch euch gute Besserung und kann dein Wartezimmererlebnis nachempfinden – war heut selber in so einem – auch ich dachte schon, es wird 2 Ohnmächtige geben – nämlich den Felix, der aus Angst vor dem Bohren schon im Wartezimmer zum ersten Mal weinte (Plombe ist nun schon zum 2ten Mal rausgefallen) und mich, die ich sowieso (ob mit oder ohne Bohrer) beim Zahnarzt immer eher blöd dreinschau…

    Normalerweise legt sich der Gernot mit dem Felix auf “den Stuhl” – bei guter Auftragslage Kindesvaterseits muss dann doch (die auch ohne ausgefallene Plomben gut ausgelastete) Mama her – leider! Immer kann man halt nicht nur (gegen die Ohnmacht kämpfend) zuschauen, schade eigentlich.

  3. Statistisch haben Kleinkinder 6-12 Infekte/Jahr. Offensichtlich braucht es die, um sich für’s Leben zu rüsten. Da jetzt jedes Mal mit Antibiotika zu schießen, ich weis nicht? Vielleicht eine Frau Dr. die was von Homöopathie versteht und nicht nur ein Zeugnis im Wartezimmer hängen hat? Ich hab jetzt leicht reden, hatte/habe eine nicht unterschätzte Mutter zur Seite, die von Alternativmedizin überzeugt ist. Wünsche Euch gute Besserung.

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