Es kommt doch meistens anders…

Am dritten Tag meiner Karenz kommt es schon alles anders. Der geplante gemeinsame Werkstattbesuch fiel leider durch das anhaltende Fieber Samis flach. Somit blieb vorerst alles beim Alten: Papa allein unterwegs, Sami und Mama zuhause. Die ist übrigens auch krank und fragt sich, wie sie es morgen ins Büro schaffen soll.
Tipp: Angeblich kommen nach den Hochs auch Tiefs…

P.S.: Wengistens gab es bei der §57a – Sache keine Probleme

Letzter und erster Arbeitstag

Das also war er nun: Mein letzter Arbeitstag für 4 Monate. Dass er auf einen 1. April fiel, ist kein Scherz. Der Tag hatte viel mit „Resten“ zu tun. Restarbeiten wurden durchgeführt, Reste wurden weggeworfen und ein gemeinsames Mittagessen mit meinen Kollegen führt bis heute zu Restalkohol…
Dann heute – meiner erster Tag an meinem neuen Arbeitsplatz. Der Vormittag begann begann bei perfektem Wetter mit einer ca. 30 km langen Radtour und endete beim einem kleinen Brunch im Prater. Wenn das in den kommenden 4 Monaten so bleibt…

Starren und die Gurke

Eine vom Autor heute in der Linie U3 durchgeführte Studie kam zu folgendem Ergebnis: Ca. 95% der Fahrgäste starren auf ein Mobiltelefon um weiß der Teufel was dabei zu erfahren. Sicher, manche telefonieren, aber die meisten starren. Die Gerätepalette reicht dabei von „Gurke uralt“ bis zum highly sophisticated Smartphone. Wobei ich nicht wirklich weiß, was es beim Modell „Gurke uralt“ zu starren gibt. Könnte der Herdentrieb eine Erklärung sein? Psychologen bitte ans Wort.
Was bedeutet das nun alles? Keine Ahnung. Mein Expertenteam hat wohl wieder Arbeit. Die Frage für mich ist aber: Wohin führt das Gestarre? Wohin und worauf wird Sami mal starren? Ich hoffe, dass für ihn das „echte Leben“ noch anstarrenswert sein wird.

Spielen…

… ist eine wunderschöne Sache. Kreativen Menschen haben kein Problem, ihre Kinder mit abwechslungsreichen Spielideen zu beglücken. Was machen aber jene Eltern, denen außer „ordentlich Durchkitzeln“ und “Blinde Kuh“ nichts vernünftiges einfällt? Entweder von fachkundigen Freunden beraten lassen oder in kluger Literatur nachlesen. Daher an dieser Stelle ein Buchtipp:
Spielen!: 1000 Sachen machen mit Papa (-> Link zu Amazon)

P.S.: Ich benötige so etwas klarerweise nicht!

Kaliumiodid

Als Vater eines künftigen Kindergartenkindes (Start ist der 1.8.2011) hat man viele Fragen zu beantworten: Man sollte zum Beispiel wissen, ob das Kind ausreichend geimpft ist um an Waldausflügen teilnehmen zu können, ob es fotografiert oder gefilmt werden darf, oder welche Personen es vom Kindergarten abholen dürfen und welche nicht. Neu ist die Frage, ob dem Kind denn im „Fall des Falles“ Jodtabletten verabreicht werden dürfen. Bitte? Wieso das denn?

Ach ja, 25 Jahre nach Tschernobyl ist es mal wieder so weit. Der saubere Atomstrom hat sein wahres Gesicht gezeigt. Aber wir sind ja selber Schuld. Wir wollen den billigen Strom, um billig leben zu können. Billig und sauber.

Gut, dass es Jodtabletten für unsere Kinder gibt. Sauber!

So long Kaviar, Schampus & Co

Neue (Arbeits)Lage: 4 Tage. Heute kam mein letzter Gehaltszettel vor der Karenz: Für den Monat April gibt es satte 91,88 Euro zu verprassen. Klarerweise kommt dazu noch das mächtige Kinderbetreuungsgeld und die Familienbeihilfe. Auf Kaviar und Schampus werden wir aber wohl verzichten müssen.
Heute habe ich Sami auch im Kindergarten angemeldet. Wenn der wüsste, dass es schon am 1.8. losgeht…

Praktischer Tipp: Vaterschaftskarenz muss man sich leisten können.

Vorbereitungsarbeiten – Der Fahrradanhänger

Saisoneröffnung mit dem Radanhänger. Das Gespann wurde heute von Sami und mir auf Herz und Nieren getestet. Der Rodelhügel im Prater (rauf und runter) war kein Problem. Das Gesicht mancher Beobachter hätte man Fotografieren müssen – Hatte aber leider weder Hand noch Puste frei. Technisch läuft das Werk, an der Kondition der Zugmaschine muss noch gearbeitet werden.
Tipp:
Das Preis-/Leistungsverhältnis dieser Anhänger ist ziemlich ok:
http://www.croozer.at/croozer_kid.html
Wer in der Topliga mitfahren will kauft hier ein:
http://www.chariot.de (von selbst fährt dieser Anhänger aber auch nicht!)

Die letzte Woche

Es ist bald soweit: In einer Woche „feiere“ ich meinen letzten Arbeitstag. Der 1. April bietet sich dazu nahezu perfekt an. Alle Vorbereitungen sind getroffen und ich sehe meinen neuen Aufgaben mit großer Freude entgegen. Insgesamt 4 Monate werde ich mich um meinen Sohn Samuel (aka Sami) kümmern.
Genau weiß ich nicht, was auf mich zukommen wird. Von 4 Monaten Urlaub kann sicher keine Rede sein, eine Auszeit vom Brotberuf ist es jedenfalls.

Einleitung

Vater in Karenz – Ein Erfahrungsbericht

Der Autor (Johannes Prem) berichtet über seine 4-monatige Auszeit vom klassischen Berufsleben, über seine Erfahrungen damit, über die Hochs und Tiefs von Vater und Sohn sowie über die vielen lustigen Episoden aus dieser Zeit. Tipps sollen allen künftigen Aspiranten für die Väterkarenz helfen. Der Text kann, muss aber nicht allzu ernst genommen werden.